Kunst · Stimmen zum Werk

Stimmen.

Texte und Reden, die Kuratorinnen und Kuratoren zu meinen Ausstellungen geschrieben und gehalten haben. Sie beleuchten die Werkreihe Hidden Places aus verschiedenen Perspektiven. Im Wortlaut.

2022 · Sprengel Museum Hannover

Typologien einer alltäglichen Einsicht

Alexander LeinemannKunsthistoriker · Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sprengel Museum Hannover

Wenn Momente zur gegenwärtigen Bestimmtheit werden

Der deutsche Künstler Roman Thomas nutzt die Fotografie auf unterschiedlichste Weise.

Seine großformatigen Arbeiten fordern den Betrachtenden heraus und lösen bisweilen dessen vorherrschende Betrachtungsroutine auf. Aus wahrnehmungsbedingt etablierter Starrheit und auf monoperspektivischer Ebene stets erhoffter Zugänglichkeit, erfolgt eine durch die Bilder geschaffene Verlagerung von teils kritisch anzumerkender Konfrontation. Roman Thomas Bilder beinhalten immer wieder ersuchte, gefundene und fotografisch festgehaltene Individuen. Ebendiese befinden sich dort, wo der Mensch seine architektonischen und von der darauffolgend agierenden Gesellschaft frequentierten Spuren hinterließ. An diesen teils bekannten und bildlich vorgemerkten Orten interveniert der Künstler mit seiner Fotografie, indem er das, was imaginäre Verortung und Verinnerlichung ermöglicht, verrückt. Das, was der Mensch zur Ein-, Aus- und Umgrenzung seines zueinander und doch voneinander getrennt fungierenden Zusammenlebens auf begrenztem Raum erschaffen konnte, wird in den großformatigen Fotografien zum Akteur einer umfassenden und doch stillen Vermittlung. Arbeiten wie »Whitby Street« (2017), »Two Towers« (2017) oder »Steps to Heaven« (2017) bilden zunächst zwar allzu bekannte Orte in bildlich einzusehender Form ab. Der vorrangige Schein des Bekannten trügt jedoch, obliegt all diesen Aufnahmen eine zwischen Vorstellung und Realität befindliche Kluft, die ein erhofftes Wiedererkennen sofortig torpediert. Die großformatigen Arbeiten des deutschen Künstlers präsentieren unterschiedliche und doch zueinander ähnlich zu bezeichnende Bildsituationen, die den jeweiligen Betrachtenden mit der Einsicht konfrontieren, dass der fotografisch geschaffene Bildraum zwar auf realbefindlich Existierendes verweist. Das, was jedoch Aufnahmen wie »Whitby Street« (2017) offerieren, ist die zum Bild gewordene Erkenntnis, dass der fotografisch-orientierte Blick und die Beharrlichkeit des Künstlers zu einem Kunstgegenstand geführt haben, dessen Bildlichkeit eine einmalige und allein für sich stehende Materialisierung darstellt. Aus der Realität wurde eine im Bild fortwährende Wirklichkeit geschaffen, die dazu im Stande ist aufzuzeigen, dass die Eindringlichkeit der großformatigen Aufnahmen nicht allein im Aspekt der außerhalb befindlichen Wiedererkennung, sondern in der innerspezifischen Erkenntnis fungieren, einen Ort einsichtig gemacht zu haben, der intuitiv gedacht, wahrgenommen und zum Foto überführt werden konnte.

Zur Ausstellung

2020 · Galerie Serpil Neuhaus, Gütersloh

Christiane Hoffmann M.A.Museumsleiterin und Kunsthistorikerin

Menschenleere Orte wie in der Arbeit „Steps to heaven“ sind ohne die christliche Ikonografie der Himmelsleiter nicht denkbar. Bei Thomas fehlen die Menschen, nur Platzhalter ihrer Existenz, wie die abgestellten Fahrräder sind sichtbar.

Das Motiv des Aufstieges ist trotzdem für jeden Menschen verständlich. Das Bild ist wie eine Einladung den Aufstieg zu wagen, da frontal zum Betrachter ein Zebrastreifen als Einstieg ins Bild zu erkennen ist.

Hier ist ein öffentliches, architektonisch geprägtes Raumgefüge die Einladung an die Betrachterin, eine persönliche Chiffre für Lebenserfolg und Lebensstufen anzunehmen. Die Sehnsuchtsrichtung geht in dieser Arbeit nach „Oben“. Man möchte ins verdeckte Licht (durch die Reflexe des Himmels gegenläufig in der Spiegelfassade montiert) gelangen. Auch wenn von unten betrachtet die obere Ebene dunkel massiv in nicht zu entschlüsselnde Bogenformen ausläuft. Trotzdem gibt es Licht und vermutlich Helligkeit, auch wenn dieses vielleicht nur aus elektrischen Lichtquellen besteht.

Die Lesbarkeit der Arbeiten von Thomas ist immer gegeben und der Fotokünstler verwirrt die Sinne der Betrachterin nicht vollends.

Menschenleere Räume in großen Architekturen sind für Menschen aufgrund seiner Evolution immer bedrohlich oder unangenehm. Wenn die Bildrichtung aber wie in „Old House“ in Hochhausschluchten auf ein altes Backsteingemäuer aus der Vergangenheit fällt, wird die Schroffheit und das gefühlte Unwohlsein gemildert. Der überschaubare Baukörper mit den kleinen Ausmaßen ist angenehmer und heimeliger als die Riesen um ihn herum. Nur die abweisenden dunklen Fensterhöhlen brechen auch diese Heimeligkeit. Die stählernen Wolkenkratzer aus Metall und Glas, die die Straße und das Haus als Relikt einer anderen Zeit einfassen, scheinen für anderes bestimmt zu sein, als für menschliches Leben.

Der Straßenname als „Spital Yard“ zieht noch eine weitere Ebene ins Bild, die fast wie eine Ironisierung wirkt. Gefühlte Einsamkeit und aus der Zeit gefallen sein beim Betrachten der Gasse mit dem alten Haus, wird gebrochen durch den traditionellen Erwartungshorizont an ein Spital=Hospital=Krankenhaus.

Im Krankenhaus erwartet der hilfebedürftige oder verletzte Mensch Heilung, Zuwendung oder Genesung seines kranken Zustandes. Was er sieht ist aber genau das Gegenteil nämlich gefühltes Unwohlsein, Verlassenheit, Überflüssig sein. Keine Heilung nirgends. Hoffnung und der Sog in den gelben (kranken?) Linien des Weges zu bleiben.

2019 · Kunstverein imago, Bissendorf/Wedemark

Die Typologie als gleichzeitig-abwägendes Seherlebnis

Prof. (RS) Manfred ZimmermannIndustriephotograf

Wiedergabe des Audio-Mitschnitts vom 27. Januar 2019

Die ebenso gewonnene Präsentationsform, die sich auch in umfangreich genutztem Maße im künstlerischen Portfolio Roman Thomas wiederfinden lässt, schuf aus dem scheinhaft-festgehaltenen Momenthaften einen realbefindlich stattfindenden Moment eindringlicher Vergegenwärtigung. Ebendieser Moment definiert sich dabei durch den der typologischen Anbringung innewohnenden Schaffensprozess von Neuordnung, Festlegung sowie Billigung einer eigenbezogenen Limitierung. Die in der Schaffung unzähliger Fotografien erhoffte und doch zum Scheitern verurteilte Fixierung des Vergänglichen, endet meist in einer ebenso in sich begrenzten Ansammlung fotografischer Aufnahmen. Indem Thomas die Masse an Bildern selektiv verengt und in einen gegenwärtigen Kontext gleichzeitig aufeinander bezogener Kontextualisierung überführt, entsteht, von einer künstlerischen Rahmung gestützt, ein neuangedachtes Seherlebnis von gegenwärtiger und in die Zukunft bedingender Relevanz.

Die Typologien des deutschen Künstlers sind in einer bildvergänglichen Zeit, in der ein inflationäres Übereinander von voranschreitender Frequenz das vergleichende Nebeneinander der Bilder stetig verdrängt, eine Chance, um mit Hinzunahme des allzu Flüchtigen zu Momenten zu gelangen, die kein alleiniges Bild abzubilden, sondern nur die typologischen Werke in ihrem innewohnenden Sehauftrag auszubilden in der Lage sind.

Roman Thomas kennt natürlich die Ikonen der bildenden Kunst, die menschliche Einsamkeit und Verlassenheit zum Thema haben und referiert darauf.

Aber auch die sozialen Themen der Geschlechterverhältnisse finden in seinen großformatigen Arbeiten subtil Platz.

„Woman in Blue“ spielt mit diesen Themen. Vor einer mit Graffiti besprühten Mauer läuft eine Frau in einem violetten langen Kleid und einem gleichfarbigen Kopftuch und einem langen erdfarbenen Mantel vorbei. Auf der Wand sind vier Männerfiguren als Graffiti dargestellt. Sie sind alle überlebensgroß und undeutlich dargestellt und stehen in unterschiedlichen Positionen auf den Betrachter hingewandt. Die Farbe des langen Mantels der Frau korresponiert mit den dunklen, gedeckten Farben der Männerdarstellungen.

Die Frau läuft von rechts nach links an der Mauer vorbei. Sie hat schon 3 von 4 dargestellten Männern passiert. Die Männer sind als Halbfiguren dargestellt. Sie alle schauen zu Boden. Ihre jeweilige Haltung erinnert an die Haltung von im stehen urinierenden Männern. Allerdings ist ihr Tun nicht erkennbar. Die Welt der Männer ist unentschlüsselbar und auf Spekulation angewiesen.

Offensichtlich entstammen die Männer und die Frau aus einer ähnlichen Schicht von Menschen, die ähnliche Kleiderfarben bevorzugen, auch wenn das violett der Unterkleidung der Frau leicht heraussticht. Violett in der Farbsymbolik mit Besinnung und Demut gedeutet, lässt hier die Raum für Interpretation.

Trotzdem bleibt die Assoziation an arme oder untere Gesellschaftssichten, eventuell sogar an Personengruppen mit einem nichtchristlichen Migrationshintergrund, da Kopftuch und Hautfarbe der Frau und Physiognomien der Männer dies nahelegen.

Ihre unterschiedlichen Haltungen sind nicht aufeinander bezogen. Trotzdem wirken die Frau und die Männerdarstellungen wie Chiffren der jeweiligen Rollenbilder und Gesellschaftspositionen. Die Frau ist durch ihre Kleidung endindividualisiert. Sie ist die einzige lebendige Person im Bild. Die Männerdarstellungen sind statisch, aber auf den Betrachter hin dargestellt. Man sieht sie von vorne oder im Profil. Ihr jeweilges Tun ist nur angedeutet, weil die Hälfte der Gestalten fehlt. Trotzdem wirkt diese Konfrontation mit dem Betracher. Die Frau kreuzt ungerührt quer das Bild und nimmt weder von den Männergrafittis noch vom Betrachter Notiz.

Die Erfahrungswerte des Sehens markieren aber für die Männer ein Verhalten, das in der Öffentlichkeit auch als Machtdemonstration gedeutet werden kann. Auch wenn es sich um ein mögliches Fehlverhalten (öffentliches Urinieren) handelt. Dieses ist nur Männern oder Kindern in der Öffentlichkeit erlaubt. Frauen ist die Verrichtung ihrer Notdurft nur versteckt und nicht in aller Öffentlichkeit möglich.

Die Sphäre der Männer ist durch die Anlage als Bild auf der Mauer und durch ihre Überlebensgröße insgesamt höher angelegt, als die der Frau auf dem Gehsteig. Sie ist die Basis und der untere Anker des Bildes.

Über ihr als Basis und der Grafitti-Männer, als menschlichen Ebenen angelegt, findet sich horizontal durch die Mauerkrone geteilt, eine andere Ebene. Diese ist durch Architektur in Form von modernen Wohnblocks gestaltet. Geometrische Formen wie Rechtecke und Quadrate der Fenster und Mauerblöcke strukturieren die Architektur. Dort sind Wohneinheiten zu vermuten. Die Bewohner selber sind aber nicht zu erkennen, nirgends. Wieder nur Chiffren von menschlichem Leben. Keine Menschen nirgends, nicht als Bild oder als Silhouette.

Und erst noch höher, im oberen 1/3 des Bildes kommt der Himmel zum Vorschein. Ein kleiner Fleck ist mittig als bedeckter Himmel zu erkennen. Er spiegelt sich vielfach gebrochen in den Fensterscheiben der Wohnblocks. Kasernierter Naturraum und menschliche Existenz am Boden. Einsam und in Geschlechterverhältnisse eingesperrt.

So finden sich dieThemen Einsamkeit, Macht und Energie, aber auch Verständnis und Motivzitate von anderen Künstlern im Werk von Roman Thomas wider.

Die Wahrheit des stattgefundenen ist Basis der Arbeiten von Roman Thomas. Darüber hinaus ist die Unsichtbarkeit von Montagen und das Gleichzeitigen des Ungleichzeitigen bei Roman Thomas zu finden.

Diese Ideen der Gestaltung kommen auch bei dem berühmten Fotografkollegen Andreas Gursky in dessen Arbeiten vor. Komposition und Verändern, die nicht sichtbar scheinbar organisch in den Bildern von Thomas vorkommen, machen die Arbeiten spannend. Auch die Flüchtigkeit der Motive, die oft schon nach der Fotoerstellung von Roman Thomas nicht mehr Bestand haben, da sie kontinuierlich verändert werden. Nur das Motiv und die Begegnung mit dem Fotografen machen Thomas Bilder einzigartig.

War es bei den Bechers noch das Dokumentarische der kurz vor dem Abriss stehenden Industrieanlagen, die Arbeitswelt und Raum elementar geprägt hatten, ist es bei Thomas das Flüchtige im 21. Jahrhundert.

Die Graffitiflächen die entstehen und verschwinden, oder die immer wieder neu gestalten Schaufensterdekorationen. Das Flüchtige wird im Foto festgehalten und so zur Chiffre einer Zeit. Diese Elemente werden von Thomas betont. Sie können farbintensiver oder gedämpfter in der Gesamtkomposition eine herausragende oder eine zurückgenommene Rolle spielen. Wie das der Künstler entscheidet, bleibt das kompositionelle Geheimnis des Fotografen.

Bei der Betrachtung von Roman Thomas Arbeiten bleibt das Gefühl Ausschnitte aus einem ganzen Film oder eines Stadtlebens zu sehen. Real und verständlich kunstvoll und etwas kühl und distanziert, das macht die Faszination der Arbeiten von Roman Thomas aus.

Die konzeptuelle Nähe und das Verändern von Realität durch fotografisch-künstlerische Mittel lassen Roman Thomas durchaus in der Tradition einiger Becher-Schüler und der Düsseldorfer Photoschule stehen, ohne dass er dort seine Ausbildung genossen hat.

Künstlerisches Verständnis, fotografisches Auge und die Lust Komposition und Strenge in einem realen gefundenen Motiv umzusetzen machen Roman Thomas Arbeiten aus.

Wie zum Beispiel das „OLD HOUSE“, bei dem ich übrigens sofort an den Künstler Gerd Winner und seine Motive der Docklands dachte. Obwohl dein Motiv im Finanzdistrikt von London aufgenommen wurde, erinnert die Farbgebung der Häuser und die gelbe Markierung der Straßen sehr an die der Docklands.

Das ist im Übrigen auch so ein Bild – es ist kein Mensch zu sehen und trotzdem berührt es einen. Man spürt die Versuchung, dort einen Schritt hinein zu wagen und mal links oder rechts um die Ecke zu gehen.

Ähnlich ist es bei dem Bild hinter mir, der „WHITBY STREET“. Das ist eine ganz faszinierende Aufnahme. Ein Teil des Bildes ist eigentlich kein Bild,  sondern ein metallischer Spiegel, der die Kunstwerke in seiner Umgebung reflektiert. Roman hat mir gesagt, dass diese anthrazitfarbene Wand inzwischen ganz anders gestaltet ist – also im wahrsten Sinne des Wortes ist diese Aufnahme ein Unikat, das sich nie wieder in dieser Form fotografieren lässt.

Betrachten wir nun das Bild ganz hinten links, „WOMEN IN BLUE“. Dieses Bild erinnert ganz stark an den Maler Edward Hopper. Es ist faszinierend, dass dort zum einen ein realer Mensch fotografiert, zum anderen andere Menschen gemalt wurden. Und diese gemalten Menschen zeigen uns eine große Einsamkeit. Obwohl die einen gemalt sind und die andere Person real ist, wirkt dieses Bild so unwirklich, als ob es das so gar nicht geben kann. Es hat eher etwas von einem Gemälde, wobei es total unbedeutend ist, ob es Fotografie oder Malerei ist: Deine Bilder kommen einem oft so vor, als seien sie fotorealistisch gemalt.

Genau so ist es bei dem Bild „STEPS TO HEAVEN“, bei dem der Betrachter das Gefühl hat, direkt die Treppen hochgehen zu können. Diese Magie des Bildes lässt einen wünschen, es zu begehen und zu begreifen, herauszufinden, was da oben am Ende der Treppe wohl ist.

Oder bei dem Bild „UNITED COLORS“, der Farbcodierung aus Paris. Ein Bild, was stark zwei geteilt ist durch das Objekt auf der linken Seite. Es wirkt wie ein farbiger QR- oder Barcode, mit dem man ein ganzes Leben, eine ganze Gesellschaft abscannen kann.

Deine Werke geben uns so viele Fragen auf, genau das macht es so interessant, sich mit ihnen zu befassen.

Neben den „HIDDEN PLACES“ komponiert Roman Thomas ja seit vielen Jahren auch die 4er Serien. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Motiv. In den 4er Serien werden also Situationen und Orte gezeigt, die ihm zufällig über den Weg gelaufen sind. Und am Jahresende extrahiert er aus den vielen tausend Bildern Paare und Gruppen, die eine ähnliche Formensprache, eine ähnliche Symbolkraft haben, die zusammengesetzt wieder ein eigenes Bild ergeben.

Und das ist etwas ganz Spannendes – denn alle diese Bilder haben unterschiedliche Bezugsorte: Potsdam, Paris oder New York.

Aber sie haben immer eines gemeinsam, eine gemeinsame Formensprache, die durch Roman Thomas geprägt wurde. Dadurch entsteht so ein neues Bild, ein europäisches oder weltliches Bild,  ohne einen expliziten Ort zu haben.

Ich hatte das vorhin schon einmal gesagt, dass deine Bilder eine große Ausstrahlungskraft haben. Deine Bilder sprechen für sich. Und ich kann dir für deine berufliche Zukunft nur noch mehr Erfolg wünschen. Du wurdest 2018 im Bund der bildenden Künstler und Künstlerinnen (BBK) aufgenommen. Dazu gratuliere ich dir. Ich kenne dich seit vielen Jahren, und du wächst von der kommerziellen Fotografie immer mehr in den künstlerischen Bereich. Das freut mich sehr, und nur nebenbei bemerkt: Edward Hopper hat zwar Illustration und Malerei studiert, aber er konnte die ersten 22 Jahre gar nicht davon leben. Er arbeitete als Illustrator in einer Werbeagentur und verkaufte erst 1942 sein erstes Bild für 250 Dollar. Das entspricht ungefähr dem Preis deiner Bilder heute. Daher wünsche ich dir, bei aller Wertschätzung der Kunst, dass du auch kommerziellen Erfolg hast mit deinen Bildern und vielleicht eines Tages sogar davon leben kannst. Alles Gute für deine Zukunft und den Zuhörern vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Zur Ausstellung