Notiz · 3. Juli 2026
[de] 17/26 Design
Website ohne WordPress. Wann das sinnvoll ist.
Die meisten Websites laufen auf WordPress, aus Gewohnheit. Für viele wäre eine Seite ohne dieses System schneller, sicherer und günstiger im Betrieb. Für manche nicht. Eine ehrliche Einordnung.
Was WordPress gut kann
Erst die Fairness. WordPress hat das Netz geöffnet: Millionen Menschen konnten plötzlich veröffentlichen, ohne Programmierer zu sein. Wenn zehn Leute gleichzeitig in einer Redaktion arbeiten, wenn ein Shop mit tausend Artikeln und Warenwirtschaft dranhängt, dann hat ein großes System seine Berechtigung. Ich lehne WordPress nicht ab. Ich stelle nur eine Frage, die selten gestellt wird: Braucht Deine Seite das alles wirklich?
Wo es Dich Geld und Ruhe kostet
Die meisten Seiten, die ich sehe, sind Schaufenster. Sie zeigen, wer da arbeitet, was es kostet, wie man Kontakt aufnimmt. Dafür schleppen sie eine Datenbank, ein Login und ein Dutzend Plugins mit sich herum. Jedes Plugin will Updates, jedes Update kann etwas zerschießen, und jede vergessene Lücke ist eine offene Tür. Dazu die Ladezeit: drei bis sechs Sekunden sind bei solchen Seiten normal, und jede Sekunde kostet Besucher und Platz bei Google. Bezahlt wird das mit Wartungsverträgen, die es nur gibt, damit nichts kaputtgeht.
Ein Schaufenster braucht keinen Maschinenraum.
Die Alternative: statisch gebaut
Ich baue Websites mit Claude Code, Astro und Cloudflare. Statisch heißt: Die Seite liegt fertig gebaut auf dem Netz, ohne Datenbank, ohne Login im Vordergrund, ohne Plugins. Die üblichen Angriffsarten laufen ins Leere, weil ihre Einfallstore gar nicht existieren. Die Seiten laden in der Regel unter einer Sekunde, weltweit. Und die Pflege? Dafür bekommst Du eine KI-Datei. Du sagst Deiner eigenen KI in normalen Worten, was sich ändern soll, und sie setzt es um. Wie diese Arbeitsweise entstanden ist, steht in der Werkstattnotiz zum Vibe Coding.
Wann der Wechsel sinnvoll ist
Sinnvoll ist die Bauweise für fast alle, deren Seite zeigt und informiert: Selbstständige, Vereine, kleine Unternehmen, Praxen, Büros, Portfolios. Also für die große Mehrheit. Nicht der richtige Weg ist sie, wenn viele Menschen gleichzeitig redaktionell arbeiten müssen oder ein komplexer Shop das Herz der Seite ist. Das sage ich Dir dann auch so, im ersten Gespräch, bevor irgendetwas gebaut wird.
Wie der Umzug abläuft
Ein Relaunch ohne WordPress ist kein Sprung ins Leere. Inhalte, Bilder und Texte ziehen mit, alte Adressen werden sauber weitergeleitet, damit Google nichts verliert, und die neue Seite gehört am Ende vollständig Dir: Code, Zugänge, alles. Meine eigene Seite ist genau so gebaut, sie ist das erste Anschauungsstück.
Wenige Dinge, dafür genau. Das gilt auch für die Technik unter einer Website.