Vibe Coding heißt: ich beschreibe in normaler Sprache, was ein Werkzeug können soll, und die KI baut es. Ich prüfe, verwerfe, verfeinere, wie bei jedem Entwurf. Das Ergebnis ist echte, funktionierende Software, entstanden im Gespräch statt im Quellcode.
Das verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Jahrzehntelang haben wir uns Programmen angepasst: ihren Menüs, ihren Abos, ihren Grenzen. Fehlte eine Funktion, hieß es warten, tricksen oder noch ein Programm kaufen, das wieder nur fast passte.
Vieles davon wird überflüssig. Statt zehn Programme zu besitzen, von denen jedes ein Zehntel kann, baue ich das eine Werkzeug, das genau meinen Ablauf kennt. Es arbeitet, wie ich arbeite, nicht wie ein Hersteller es vorgibt. Und wenn sich meine Arbeit ändert, ändert sich das Werkzeug mit, am selben Tag.
Dabei verlasse ich mich nicht auf eine einzige KI. An einem Projekt arbeiten mehrere Werkzeuge nebeneinander: Claude fürs Bauen und Mitdenken, andere für Bild, Bewegtbild und Ton. Und für das Sensible nutze ich lokale KI, die nur auf meinem Rechner läuft, ohne Cloud. So bleiben vertrauliche Kundendaten im Haus.
Nicht wir passen uns der Software an. Die Software passt sich uns an.