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Notiz · 18. Oktober 2026

[fo]52/26Fotografie

Dokk1, Aarhus Ø und Pier 2 in Aarhus

Nummer
J52 / 52/26
Sparte
Fotografie
Datum
18. Oktober 2026

Am 18. Oktober war ich in Aarhus, von der Bibliothek Dokk1 aus immer am Wasser entlang. Auf der einen Seite steht ein fertiges Stück Stadt, auf der anderen ein Park, der von Anfang an gesagt hat, dass er vielleicht nicht bleibt.

Eine Bibliothek ohne Rückseite

Dokk1 steht dort, wo die Aarhus Å ins Hafenbecken mündet. Entworfen haben das Haus Schmidt Hammer Lassen Architects, eröffnet wurde es am 20. Juni 2015: unten ein Sockel mit breiten Freitreppen, darauf ein Prisma aus Glas mit der öffentlichen Bibliothek, darüber eine flache, vielkantige Scheibe, die in alle Richtungen gleich weit ausgreift. Deshalb hat das Gebäude keine Rückseite, und man steht unter seinem Dach schon mitten im Haus, bevor man eine Tür gefunden hat.

Blick unter dem auskragenden Dach von Dokk1 hindurch auf die Skyline von Aarhus Ø, rechts eine Stütze
Blick von Dokk1 nach Aarhus Ø

Dokk1 ist der sichtbarste Teil von Urban Mediaspace, mit dem die Stadt und die Stiftung Realdania die Hafenkante vor der Innenstadt neu geordnet haben. Unter dem Sockel parken 1.000 Autos vollautomatisch, die Stadtbahn hält teilweise unter dem Gebäude, und drinnen hängt eine Bronzeglocke von Kirstine Roepstorff, die Eltern aus dem Universitätskrankenhaus läuten lassen können, wenn ihr Kind geboren ist. 2016 wurde Dokk1 von der IFLA zur Public Library of the Year gewählt.

Ein Stadtteil auf dem Containerhafen

Gegenüber wächst Aarhus Ø, auf dem früheren Containerhafen. Seit 2007 wird gebaut, 2012 zogen die ersten Bewohner ein. Dazwischen stehen Bauten wie das Bürohaus von Bestseller mit seinen Natursteinfassaden von C.F. Møller, Navitas von Kjær & Richter und Christensen & Co und der Lighthouse von 3XN, ein Wohnturm von rund 140 Metern. Die blauen Hafenkräne stehen noch.

Hochformat: eine Natursteinfassade mit tiefen Nischen, dahinter blaues Glas im Schatten
Licht und Schatten in den Fensternischen, Aarhus Ø
Ein Kanal mit hölzernen Sitzstufen, rechts Glasbauten, hinten der Lighthouse-Turm und ein Kran
Am Kanal, hinten der Lighthouse

Ein Park aus Resten

Auf Pier 2 liegt seit 2022 ein Stadtpark, der bewusst auf Zeit angelegt ist. Die Hügel bestehen aus Meeressand vom Kanalbau auf Pier 4, die Wege aus zerkleinertem Altasphalt, gefällte Pappeln liegen als Lebensraum für Insekten im Gras. Inzwischen sind dort über 440 Arten gezählt. Mittendrin steht Domen, das Dome of Visions 3.0 von Kristoffer Tejlgaard, eine Kuppel aus Holz und Polycarbonat, unter der ein kleines Haus, ein Café und ein Gewächshaus Platz haben.

Hochbeete aus Holz, ein Weg und Bäume, hinten eine Kuppel und ein blauer Hafenkran
Pier 2 mit Domen

Aarhus baut an seiner Kante, und man kann ihr dabei zusehen.

Wie Aarhus Ø geplant wurde, woraus der Park auf Pier 2 genau besteht und was unter der Kuppel passiert, habe ich mit 44 Fotos ausführlich im Magazin aufgeschrieben.

Die ganze Geschichte im Magazin lesen →
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