Notiz · 31. Mai 2026

[de] 12/26 Studio

Eine Werkstatt, drei Räume.

Drei Männer im Gespräch am Hamburger Hafen, im Hintergrund die Elbphilharmonie unter grauem Himmel

Fotografie · Heinze Select, Hamburg

Nummer
J12 / 12/26
Sparte
Studio
Datum
31. Mai 2026

Drei Räume sehen unterschiedlich aus. Ich gehe sie mit demselben Blick an. Was in einem Feld als Disziplin sitzt, hilft im nächsten beim Reduzieren.

Derselbe Blick, drei Räume

In der Fotografie arbeite ich im Auftrag, in der Kunst frei, im Design im System. Die Räume sehen unterschiedlich aus, aber ich gehe sie mit demselben Blick an. Einem Auge, das auf Strukturen achtet, auf Licht, auf das, was zwischen den Dingen liegt.

Manche Auftraggeber kommen wegen einer Sache und merken erst später, dass die anderen mitarbeiten. Eine Marke, die ich gestalte, hat ein Bildkonzept. Ein Raum, den ich fotografiere, hat eine Komposition. Eine Serie, die im Atelier entsteht, hat eine Haltung.

Eine Werkstatt. Drei Räume.

Architekturaufnahme mit klaren Linien und ruhigem Licht
Fotografie. Die Disziplin, einen Raum zu lesen.

Was sich gegenseitig schärft

Was in der Fotografie als Disziplin sitzt, hilft beim Gestalten beim Reduzieren. Was in der Kunst als Wagnis erlaubt ist, schärft den Blick in der Fotografie. Was im Design als System entsteht, ordnet die Edition. Nichts davon steht für sich.

Abstrakte Landschaft in Bewegung aus der freien Serie Heimat
Kunst. Das Wagnis, einen Teil der Kontrolle abzugeben.

Warum das zusammengehört

Ich könnte mich auf ein Feld beschränken. Aber dann fehlte den anderen etwas. Alles greift ineinander, weil es aus derselben Werkstatt kommt. Bild, Raum, Identität ist nicht drei Mal dasselbe. Es ist eine Frage, an der ich auf drei Wegen arbeite.

Nächster Eintrag
J11
31.05.26 · Kunst
Heimat. Zwischen Wahrnehmung und Erinnerung.
In Heimat löse ich mich bewusst von der Stabilität des Sichtbaren. Durch Bewegung der Kamera während der Belichtung geraten die Strukturen ins Fließen.