Notiz · 21. Mai 2026

[ku] 03/26 Kunst

Hidden Places. Orte, die sich öffnen.

Menschenleerer urbaner Raum aus der Serie Hidden Places, ruhiges Licht

Aus der Serie Hidden Places, 2017 · Roman Thomas

Nummer
J03 / 03/26
Sparte
Kunst
Datum
21. Mai 2026
Bezug
Werk K06

Eine Serie über Orte, die sich im Vorbeigehen öffnen. Urbane Räume, oft menschenleer und doch nicht leer. Ich fotografiere sie nicht, um sie zu zeigen, sondern um einen Zustand festzuhalten.

Orte, die sich öffnen

Ich sammle diese Orte, wie andere Menschen Fundstücke sammeln. Sie tauchen mitten im Alltag auf. Eine Treppe, eine Fassade, ein Hof, in dem das Licht für einen Moment kippt. Ich bleibe stehen, weil etwas nicht stimmt und gerade deshalb stimmt.

Die Bilder sind keine Abbilder. Sie sind Zustände. Oft ist niemand zu sehen, und doch wirken die Orte nicht leer, sondern aufgeladen. Als wäre gerade eben jemand gegangen, oder als käme gleich jemand.

Diese Bilder sind keine Abbilder. Sie sind Zustände.

Menschenleerer städtischer Raum, aufgeladene Stille, Serie Hidden Places
Zwischen Wiedererkennen und Irritation.

Zwischen Wiedererkennen und Irritation

Raum ist für mich nichts Festes. Er formt sich erst im Sehen. Ein Treppenhaus ist nicht einfach ein Treppenhaus, es ist das, was die Wahrnehmung daraus macht. Hidden Places bewegt sich genau in dieser Spannung. Du weißt, was Du siehst, und im nächsten Moment bist Du Dir nicht mehr sicher.

Ich arbeite großformatig und mit viel Ruhe. Nichts wird inszeniert. Ich warte, bis der Ort bereit ist, und gebe einen Teil der Kontrolle ab.

Weite menschenleere urbane Szene aus der Serie Hidden Places
Großformat, maximale Ruhe. Was bleibt, ist kein Dokument, sondern eine Erfahrung.

Was bleibt

Gedruckt werden die Arbeiten als Pigmentdruck auf Hahnemühle FineArt-Papier, großformatig und in kleiner Edition. Das Papier nimmt das Licht auf, ohne es zurückzuwerfen. So bleibt das Bild ruhig, auch an der Wand. Gezeigt wurde die Serie bisher in vier Einzelausstellungen.

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J02
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Paläon. Architektur als Erzählung von Raum.
Ein Forschungs- und Erlebniszentrum in Schöningen, das die Topografie aufnimmt und zugleich setzt. Über mehrere Tage fotografiert, im Tageslicht und im Abendlicht.