Notiz · 14. Mai 2026
[fo] 02/26 Fotografie
Paläon. Architektur als Erzählung von Raum.
Paläon, Schöningen, 2013 · Roman Thomas
Ein Forschungs- und Erlebniszentrum in Schöningen, das die Topografie aufnimmt und zugleich setzt. Über mehrere Tage fotografiert, im Tageslicht und im Abendlicht.
Ein Bau, der die Landschaft aufnimmt
Das Paläon in Schöningen ist ein Forschungs- und Erlebniszentrum für die Schöninger Speere. Entworfen hat es Holzer Kobler Architekturen, Bauherr ist die Stadt Schöningen. Es ist ein Bau, der die Topografie aufnimmt und zugleich setzt.
Meine Aufnahmen folgen den Linien, ohne sie zu glätten. Ein Gebäude wie dieses lebt von Kanten, von Schnitten in die Landschaft, vom Wechsel zwischen Schwere und Öffnung. Ich fotografiere das nicht als Objekt, sondern als Raum, den man durchschreitet.
Architektur erzählt, wenn man ihr Zeit lässt.
Das Licht entscheidet
Fotografiert wurde über mehrere Tage in unterschiedlichem Licht. Innenräume mit Tageslicht, Außenaufnahmen im sanften Abendlicht, dazu eine Reihe Detailansichten der Fassade.
Das Licht entscheidet, wann ein Bau sich zeigt. Man muss warten können. Der eine Moment, in dem Material, Schatten und Linie zusammenfallen, lässt sich nicht erzwingen.
Warum das hierher gehört
Architektur ist für mich der Ort, an dem Bild und Raum sich am direktesten begegnen. Ein guter Bau gibt dem Blick eine Ordnung. Meine Aufgabe ist, diese Ordnung zu lesen und im Bild ruhig genug zu halten, dass man sie sieht.