Notiz · 8. Juli 2026
[ku] 23/26 Kunst
Vor der Eröffnung, Kaputa ry Hämeenlinna.
Vor der Wand mit den ersten Abzügen aus „Heimat“, zwei Tage vor der Eröffnung.
Zwei Tage vor der Eröffnung hängt die erste Auswahl aus meiner neuen Serie „Heimat“ an der Wand. Nur mit Klammern, noch nicht gerahmt.
Eine Wand voller Papier
Vor zwei Tagen habe ich mit Minttu die erste Auswahl für Freitag an die Wand gehängt. Kein Rahmen, nur Bürobinderklammern, und das bleibt auch am Freitag so. Reihe für Reihe, dicht nebeneinander, damit man sieht, was zusammenpasst und was sich gegenseitig erschlägt. Nur ein Abzug hängt für sich allein, eine einzelne Birke, mit viel Platz drumherum.
Sichten, umhängen, wieder abnehmen
An so einer Wand merkt man schnell, welches Bild hält und welches nur behauptet, etwas zu zeigen. Ich habe eine Weile davorgestanden, umgehängt, wieder abgenommen. Am Ende war die Auswahl kleiner als gedacht, genau wie beim letzten Mal.
Ein Haus mit mehreren Räumen
Kaputa ry ist eigentlich viel mehr als nur diese eine Wand. Der Verein betreibt hier das Kulttuurikonttori, so etwas wie ein offenes Kulturbüro mit Werkstätten, Konzerten und Ausstellungen, dazu Kulttuurimedia, eine eigene Kulturplattform mit über zwanzig Autorinnen und Autoren. Minttu, die die ganze Residenz organisiert, sitzt dem Verein vor. Nebenan hängen gerade abstrakte Arbeiten in Gelb, Blau, Pink, und meine Landschaften aus „Heimat“ bekommen ihren Platz direkt daneben. Genau das mag ich an diesem Ort. Kunst steht hier nicht allein in einem weißen Kubus, sie hat Nachbarn.
Freitag
Am Freitag geht die Tür auf. Das alte Holzhaus an der Straße, mit dem kleinen Schild „avoinna” daneben, offen. Bis dahin bleibt Zeit, die Auswahl noch einmal durchzugehen. Danke an Minttu und Kaputa ry, dass ich hier schon hängen darf, noch bevor die eigentliche Residenz richtig losgegangen ist.