Notiz · 15. September 2026
[ku]40/26Kunst
Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen: die Recherche vor der Jury
Zwei Namen hat man schnell im Kopf. Aber ich saß in der Jury nicht für mich, sondern für den BBK Niedersachsen.
Die Arbeit davor
Für den Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen durfte jedes Jurymitglied bis zum 22. Juni einen Vorschlag einreichen, höchstens zwei. Zwei Namen hat man schnell im Kopf. Aber ich saß dort nicht für mich, sondern für den BBK Niedersachsen. Also habe ich recherchiert, wochenlang.

24 Quellen, acht Fragen
Zuerst der Preis selbst: 36 Vergaben seit 1988, neun davon an Frauen. Dann die Suche nach Positionen mit Bezug zu Niedersachsen, in 24 Quellen. Stipendien des Kulturministeriums, der Sprengel-Preis, der Kunstverein Hannover, Museen, die Mitgliederverzeichnisse der BBK-Bezirke. Offizielle Stellen zuerst, Social Media zuletzt. Aus über dreißig Positionen wurden mit acht Prüffragen sechzehn. Die Namen bleiben in der Jury.

Nicht allein
Ich war in Vertretung für Dagmar Schmidt in der Jury, unsere Vorsitzende. Zwischen den einzelnen Phasen haben wir uns in Hannover immer wieder persönlich abgestimmt, über den Stand der Recherche und über unsere eigene Auswahl.

Diese Gründlichkeit schuldet man auch denen, die man nicht vorschlägt.
Der Preis ging am Ende an eine Position, die ich nicht vorgeschlagen hatte. Das war kein Scheitern der Recherche. Ich konnte mitreden, weil ich wusste, wie die Lage in Niedersachsen aussieht. Wie das im Einzelnen lief, steht ausführlich im Magazin.
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