Dreiköpfige Band spielt live im sonnigen Innenhof vor einer hellen Holzfassade
Geschichte 03 · 11. Juli 2026

Wo das kreative Herz der Stadt schlägt

BegegnungSpur
Diese Geschichte knüpft an: Das Holzhaus vom ersten Abend zeigt heute seine laute Seite.
Begegnung

Es gibt Orte, die einen im ersten Moment für sich einnehmen. In Hämeenlinna ist das für mich das Kulttuurikonttori, das alte Holzhaus an der Lukiokatu 16, das ich seit meinem ersten Abend kenne und in dem seit Tag zwei auch ein paar meiner eigenen Bilder hängen. Von außen ein schönes, unaufgeregtes Holzhaus mitten in der Stadt. Von innen viel mehr als eine Galerie.

Das Haus ist ein Treffpunkt für Künstlerinnen, Musiker, Macherinnen und alle, die Freude an dem haben, was Menschen mit ihren Händen und Ideen schaffen. Neben wechselnden Ausstellungen in der künstlergeführten Galerie mit dem alten Kachelofen gibt es Ateliers, Kurse und Vorträge, einen Kunstverleih, einen kleinen Laden mit handgemachtem Design und über das ganze Jahr Veranstaltungen. Geöffnet ist täglich von 11 bis 18 Uhr, und eigentlich passiert immer etwas.

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Von außen ein Holzhaus, von innen viel mehr als eine Galerie.
Drinnen im Haus
Atelier im Kulttuurikonttori: Stoffvogel-Masken, Filzarbeiten und Bilder an einer Pinnwand, davor ein Arbeitstisch mit Pinseln
Eines der Ateliers: Vogelmasken, Filz, Pinsel
Der kleine Laden mit handgemachtem Design: Strickteile und Shirts an der Wand, Hüte, Keramik und Regale voller Kleinigkeiten
Der Laden: Handgemachtes aus der Stadt
Werkraum mit Farbflaschen, Bücherregalen, Keyboard und Arbeitstischen unter drei kleinen Gemälden
Der Werkraum: hier finden die Kurse statt
Arbeitstisch von oben: Rohwolle, gefilzte Blüten, Schnüre, Fischleder und eine Tasse als Nadelkissen
Material auf dem Tisch: Wolle, Filz, Fischleder
Rosa Wand mit bunter Hakenleiste, schwarzer Handtasche und roter Gießkanne am Fenster
Details am Rand: Haken, Tasche, Gießkanne
Rosa Besprechungsraum mit rundem weißem Tisch, großer Pinnwand und Zimmerpflanzen am Fenster
Das rosa Büro: hier wird geplant
Blick ins Lager mit lila Regalen, Stofftaschen und einer Stehlampe mit orangefarbenem Schirm
Sogar das Lager hat Farbe
Innenhof beim Ämykesä mit gelbem und schwarzem Zelt, Flohmarktständen und Wohnhaus im Hintergrund
Begegnung · Der Innenhof beim Ämykesä: Zelte, Flohmarkt und Kleidertausch zwischen Holzhaus und Wohnblock
Dreiköpfige Band vor der hellen Holzfassade des Kulttuurikonttori
Blick von hinten über die Bühne: Schlagzeuger, Gitarrist und Sänger im Goldhemd
Sänger im goldenen Hemd streckt die Hand in die Kamera, Band im Gegenlicht
Die vier Musiker posieren Arm in Arm vor der Holzfassade, einer im Goldhemd
Zwei Frauen tanzen vor den Kleiderständern der Tauschstation, im Vordergrund ein Bassist
Vier junge Frauen mit Team-Bride-Schärpen und Scherz-Haarreifen posieren lachend im Innenhof
Lachende Frau in buntem Kleid sitzt im Publikum
Frau in brauner Latzhose von hinten, schaut der Band im Hof zu
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Ein Nachmittag im Innenhof Live-Musik vor dem alten Holzhaus
Spur

Ich fotografiere den ganzen Nachmittag: die Band im Gegenlicht, die Tanzenden zwischen den Kleiderständern, die Collagen an den langen Tischen, das Lachen im Publikum. Keine geplante Serie, einfach spontane Fotografie: Ich halte fest, was ich sehe, ungeordnet, bewusst roh. Es ist genau die entspannte Stimmung, die lokale Kultur so besonders macht, und sie lässt sich nicht inszenieren, nur finden.

Und während im Hof die Musik läuft, hängen drinnen im Haus seit Tag zwei ein paar meiner eigenen Bilder. Der Kreis schließt sich gerade auf die schönste Art: Der Ort, der mich am ersten Abend empfangen hat, ist jetzt Bühne, Motiv und Gastgeber zugleich.

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Der Ort, der mich empfangen hat, ist jetzt Bühne, Motiv und Gastgeber zugleich.
Bein mit Totenkopf-Tattoos in rotem Schuh unter einem grünen Fransenkostüm, dahinter Flohmarktstände
Fransen, Tattoos, rote Schuhe: Details am Rand
Zwei Frauen an einem Tisch mit Ölpastellen, Zeitschriften und Collagematerial
An den langen Tischen entstehen Collagen
Genau die entspannte Stimmung, die lokale Kultur so besonders macht.“
Aus der Notiz zum Ämykesä, Tag 3