Helle Galeriewand mit mehreren gerahmten Fotografien und einem Textständer davor
Geschichte 13 · 21. Juli 2026

Sie fangen an zu leben

GedankeBegegnung
Diese Geschichte knüpft an: Erst an der Wand fangen die Bilder an, ihre Geschichte zu erzählen.
Gedanke

Heute habe ich die fertig gerahmten Bilder bei Anu abgeholt und war begeistert. Es ist etwas ganz anderes, wenn man den ganzen Tag die Bilder am Rechner sieht und sie klein ausdruckt, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen: was funktioniert und was nicht, was zusammengehört, was daraus entsteht. Doch dann sind sie in ein schlichtes Passepartout eingefasst und hängen in einem Rahmen, in einem Format, bei dem einem erst einmal das Herz aufgeht.

Sie fangen an zu leben, und diesen Zeitpunkt liebe ich wohl am meisten. Das wirklich harte Aussortieren hat man hinter sich, und nun dürfen sie sich zeigen, vor einem an der Wand. Sie grenzen sich voneinander ab, sie präsentieren sich und fangen an, ihre Geschichte zu erzählen.

01
Am Rechner sind es Dateien. An der Wand sind es Bilder.
Die Wand
Blick an der Galeriewand entlang, gerahmte Fotografien und dahinter der helle Raum mit gelben Stühlen
Der Blick an der Wand entlang, wie ihn die Besucherinnen und Besucher haben
Zwei gerahmte Fotografien übereinander, oben ein grünes Wasserbild, darunter eine Straßenecke mit Graffiti
Ein Bild aus Heimat über einem Motiv aus der Stadt
Breit gerahmte Fotografie einer Reihe von Industriewagen vor einer Betonwand
Viel Passepartout, wenig Rahmen, damit das Bild Luft bekommt
Video: langsamer Schwenk an der Ausstellungswand entlang, vorbei an gerahmten Fotografien und der Infotafel
Bewegtbild · 0:11
Spur · Ein langsamer Gang an der Wand entlang, kurz bevor die ersten Gäste kommen
Klammer statt Rahmen
Weiße Infotafel mit finnischem Text und QR-Code neben einer geklammerten Fotografie eines bemalten Skateparks
Die Tafel mit dem QR-Code, auf Finnisch, gleich neben den Bildern
Zwei mit Klammern aufgehängte Fotografien an einer hellen Wand, rechts daneben ein gerahmtes Bild
Zwei Motive nur mit Klammer, ohne Glas, ohne Rahmen
Großformatige gerahmte Fotografie mit grün verwischtem Wasser und Ufergrün
Das große Bild aus Heimat, das den Raum zusammenhält
Video: Schwenk über zwei geklammerte Fotografien und ein gerahmtes Bild an der Wand
Bewegtbild · 0:06
Spur · Die geklammerten Blätter an der Wand, daneben die gerahmten Arbeiten
Gedanke

Es ist meine innere Welt, die ich da so offen zeige. Die Bilder verbinden und trennen, sie lassen einen schmunzeln und manchmal auch ein wenig gruseln. Aber der Punkt ist der: dass Du etwas spürst. Wenn es Dich berührt, wenn es Dein Inneres trifft.

Nicht immer und auch nicht bei jedem. Aber manchmal treffen sich zwei Innenwelten und beginnen zu leuchten. Dieses Leuchten in den Augen der Betrachterinnen und Betrachter ist das, was mich immer wieder berührt.

03
Manchmal treffen sich zwei Innenwelten und beginnen zu leuchten.
Der Raum
Heller Ausstellungsraum mit Schienenstrahlern, farbigen Gemälden an der Wand und einem langen Tisch mit ausgelegten Drucken
Der Raum am Nachmittag, auf dem Tisch liegen die Bilder für den Abend
Blick durch einen Durchgang auf die Bilderwand, davor ein Textständer, dahinter der Raum mit gelben Stühlen
Der Weg hinein, vorbei am Text zur Ausstellung
Zwei Wände im Winkel, links gerahmte Fotografien, rechts der offene helle Raum
Zwei Wände, mehr braucht diese kleine Ausstellung nicht
Gerahmte Fotografien an einer Wand, dahinter ein Durchgang in einen Raum mit farbigen Gemälden
Meine Bilder und die Arbeiten der anderen, unter einem Dach
Begegnung

Neben den Bildern im Kulttuurikonttori hängt die Tafel mit dem QR-Code. Wer mag, findet dahinter alle 161 Motive in der Onlinegalerie, sucht sich sein Lieblingsbild aus und bestellt es bei mir. Gedruckt wird bei Raatikuva ein paar Straßen weiter, gerahmt bei Anu, wenn jemand das möchte. So bleibt hier auch dann noch etwas, wenn ich längst wieder in Celle bin.

Gedanke

Danke, liebe Minttu, dass ich diese Zeit hier sein durfte und mich Tag für Tag nur mit meinem Sehen beschäftigen konnte. Auf bald im kommenden Jahr, dann mit Sicherheit mit einer neuen Perspektive auf all die Dinge.

Sie fangen an zu leben, und diesen Zeitpunkt liebe ich wohl am meisten.“
Notiz aus der Ausstellung