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Notiz · 1. Oktober 2026

[ku]49/26Kunst

NordArt 2026 im Kunstwerk Carlshütte, Büdelsdorf

Nummer
J49 / 49/26
Sparte
Kunst
Datum
1. Oktober 2026

Am 1. Oktober war ich auf der NordArt in Büdelsdorf. Die Kunst hat die alte Gießerei dort nicht ersetzt. Sie ist bei ihr eingezogen.

Eine Gießerei voller Kunst

Der Weg zur NordArt beginnt erstaunlich unspektakulär, mit einer Zufahrt, ein paar Fahrradständern und einem Gebäude mit grüner Glasfassade. Erst ein paar Schritte weiter öffnet sich der Park, und zwischen alten Bäumen, einem Teich und weiten Wiesen stehen die ersten Skulpturen. Am 1. Oktober war ich dort, mit der Kamera, und bin bis in den Nachmittag geblieben.

Eine riesige Industriehalle von oben, in der Mitte eine leuchtende Kugel aus Licht, Bambus in Pflanzkästen, weiße Wände und verteilte Besucher
Wang Yuyang, Künstlicher Mond, 2007, 6.000 Energiesparlampen, in der großen Halle der Carlshütte

Von der Eisengießerei zur Ausstellung

Die Carlshütte wurde 1827 gegründet, als Eisengießerei und als erste Industrieansiedlung in den damaligen Herzogtümern Schleswig und Holstein. Gegossen wurde bis 1997, seit 1999 findet in den alten Hallen jeden Sommer die NordArt statt. Stahlträger, raue Wände und alte Gruben im Boden sind noch da, und manche Arbeit sieht vor diesem Hintergrund anders aus, als sie es in einem weißen Museumssaal täte.

Ein Teich mit Seerosen und hellen Stelen im Wasser, im Hintergrund Wiese, Bäume und eine rote Skulptur
Im Skulpturenpark
Eine große Installation aus einem Kampfjet, einem schwarzen Auto und Bildschirmen, ein Besucher beugt sich darüber
Bernd Reiter, Ironie des Schicksals, 2016 (Update 2022), MiG-21, US-Limousinen, Monitore

Die NordArt in Kürze

Die NordArt findet seit 1999 jährlich statt, 2026 zum 27. Mal, vom 6. Juni bis zum 4. Oktober, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Rund 200 Künstlerinnen und Künstler wurden aus etwa 3.000 Bewerbungen ausgewählt, 1999 waren es noch 50 aus sechs Ländern. Die Hallen haben zusammen 22.000 Quadratmeter, der Skulpturenpark 80.000. Kuratiert wird die Ausstellung als Ganzes von Wolfgang Gramm, Inga Aru und Taso Gramm, in diesem Jahr mit einem Schwerpunkt auf dem Baltikum. Seit 2000 arbeiten beim Symposium vorab Künstlerinnen und Künstler auf dem Gelände, und manches, was dabei entsteht, bleibt im Park.

Die Kunst hat die Gießerei nicht ersetzt. Sie ist bei ihr eingezogen.

Wie die Ausstellung aufgebaut ist, was im Park und in den Hallen zu sehen war und wer den NordArt-Preis bekommt, habe ich mit 55 Fotos ausführlich im Magazin aufgeschrieben.

Die ganze Geschichte im Magazin lesen →
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