Notiz · 1. Oktober 2026
[ku]49/26Kunst
NordArt 2026 im Kunstwerk Carlshütte, Büdelsdorf
Am 1. Oktober war ich auf der NordArt in Büdelsdorf. Die Kunst hat die alte Gießerei dort nicht ersetzt. Sie ist bei ihr eingezogen.
Eine Gießerei voller Kunst
Der Weg zur NordArt beginnt erstaunlich unspektakulär, mit einer Zufahrt, ein paar Fahrradständern und einem Gebäude mit grüner Glasfassade. Erst ein paar Schritte weiter öffnet sich der Park, und zwischen alten Bäumen, einem Teich und weiten Wiesen stehen die ersten Skulpturen. Am 1. Oktober war ich dort, mit der Kamera, und bin bis in den Nachmittag geblieben.

Von der Eisengießerei zur Ausstellung
Die Carlshütte wurde 1827 gegründet, als Eisengießerei und als erste Industrieansiedlung in den damaligen Herzogtümern Schleswig und Holstein. Gegossen wurde bis 1997, seit 1999 findet in den alten Hallen jeden Sommer die NordArt statt. Stahlträger, raue Wände und alte Gruben im Boden sind noch da, und manche Arbeit sieht vor diesem Hintergrund anders aus, als sie es in einem weißen Museumssaal täte.


Die NordArt in Kürze
Die NordArt findet seit 1999 jährlich statt, 2026 zum 27. Mal, vom 6. Juni bis zum 4. Oktober, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Rund 200 Künstlerinnen und Künstler wurden aus etwa 3.000 Bewerbungen ausgewählt, 1999 waren es noch 50 aus sechs Ländern. Die Hallen haben zusammen 22.000 Quadratmeter, der Skulpturenpark 80.000. Kuratiert wird die Ausstellung als Ganzes von Wolfgang Gramm, Inga Aru und Taso Gramm, in diesem Jahr mit einem Schwerpunkt auf dem Baltikum. Seit 2000 arbeiten beim Symposium vorab Künstlerinnen und Künstler auf dem Gelände, und manches, was dabei entsteht, bleibt im Park.
Die Kunst hat die Gießerei nicht ersetzt. Sie ist bei ihr eingezogen.
Wie die Ausstellung aufgebaut ist, was im Park und in den Hallen zu sehen war und wer den NordArt-Preis bekommt, habe ich mit 55 Fotos ausführlich im Magazin aufgeschrieben.
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