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Notiz · 2. Oktober 2026

[ku]50/26Kunst

NordArt 2026: vier Arbeiten, die geblieben sind

Nummer
J50 / 50/26
Sparte
Kunst
Datum
2. Oktober 2026

Eine Abbildung zeigt mir, was auf einem Bild ist. Vor dem Original merke ich, was es mit mir macht.

Vier, die geblieben sind

Viele Arbeiten der NordArt kann man sich vorher als Abbildung ansehen, im Katalog, auf der Website, im Feed. Trotzdem fahre ich immer wieder hin. Eine Abbildung zeigt mir, was auf einem Bild ist. Vor dem Original merke ich, was es mit mir macht, und genau das finde ich jedes Mal wieder inspirierend. Von den rund 200 Positionen in diesem Jahr sind mir vier besonders geblieben.

Eine Besucherin steht rechts unten am Rand eines riesigen Gemäldes mit stürzenden Körpern und reicht kaum bis zu seiner Unterkante
Liu Yaming, Eye in the Sky, 2011 bis 2015, Öl auf Leinwand, 9 × 12 Meter

Bego Riba und Undine Bandelin

Bei Bego Riba liegen Körper ineinander, eingehüllt in Stoff in Rot, Grün und Gelb, so genau gemalt, dass man den Stoff fast anfassen möchte. Nur ein Gesicht ist auf keinem der Bilder zu sehen, und gerade deshalb schaut man lange hin. Undine Bandelins Triptychon „Das Tribunal“ von 2026 zeigt eine nackte Figur mit Hasenkopf zwischen grünen Gestalten, bunt und fast vergnügt gemalt, und trotzdem weiß man nicht recht, ob man lachen darf.

Drei Gemälde von Bego Riba an weißen Wänden, Körper in Rot, Grün und Gelb
Bego Riba, darunter Incubatio, 2025, Öl auf Leinwand
Ein Gemälde mit einer nackten Figur mit Hasenkopf, umgeben von grünen Gestalten, darüber eine Reihe von Köpfen
Undine Bandelin, Das Tribunal, 2026, Mitteltafel des Triptychons

Liu Yaming und Ochirbold Ayurzana

Liu Yamings „Eye in the Sky“ misst neun mal zwölf Meter. Aus der Entfernung ein Strudel aus Licht und Dunkel, aus der Nähe unzählige Körper, die fallen und sich aneinander festhalten. Draußen im Park steht Ochirbold Ayurzanas „Der Mensch ist kein Überfluss der Erde“, ein riesiger Körper aus Stahldraht, durch den man hindurchsehen kann.

Ein riesiger ovaler Körper aus Stahldraht auf vier dünnen Beinen in einem rostigen Rahmen, Besucher im Hintergrund
Ochirbold Ayurzana, Der Mensch ist kein Überfluss der Erde, 2015, Stahldraht

Viermal der Mensch, und keine einzige Arbeit ist ein Porträt.

Was die vier für mich verbindet und was ich davon für meine eigene Arbeit mitnehme, habe ich mit 57 Fotos und zwei kurzen Videos ausführlich im Magazin aufgeschrieben.

Die ganze Geschichte im Magazin lesen →
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