Notiz · 2. Oktober 2026
[ku]50/26Kunst
NordArt 2026: vier Arbeiten, die geblieben sind
Eine Abbildung zeigt mir, was auf einem Bild ist. Vor dem Original merke ich, was es mit mir macht.
Vier, die geblieben sind
Viele Arbeiten der NordArt kann man sich vorher als Abbildung ansehen, im Katalog, auf der Website, im Feed. Trotzdem fahre ich immer wieder hin. Eine Abbildung zeigt mir, was auf einem Bild ist. Vor dem Original merke ich, was es mit mir macht, und genau das finde ich jedes Mal wieder inspirierend. Von den rund 200 Positionen in diesem Jahr sind mir vier besonders geblieben.

Bego Riba und Undine Bandelin
Bei Bego Riba liegen Körper ineinander, eingehüllt in Stoff in Rot, Grün und Gelb, so genau gemalt, dass man den Stoff fast anfassen möchte. Nur ein Gesicht ist auf keinem der Bilder zu sehen, und gerade deshalb schaut man lange hin. Undine Bandelins Triptychon „Das Tribunal“ von 2026 zeigt eine nackte Figur mit Hasenkopf zwischen grünen Gestalten, bunt und fast vergnügt gemalt, und trotzdem weiß man nicht recht, ob man lachen darf.


Liu Yaming und Ochirbold Ayurzana
Liu Yamings „Eye in the Sky“ misst neun mal zwölf Meter. Aus der Entfernung ein Strudel aus Licht und Dunkel, aus der Nähe unzählige Körper, die fallen und sich aneinander festhalten. Draußen im Park steht Ochirbold Ayurzanas „Der Mensch ist kein Überfluss der Erde“, ein riesiger Körper aus Stahldraht, durch den man hindurchsehen kann.

Viermal der Mensch, und keine einzige Arbeit ist ein Porträt.
Was die vier für mich verbindet und was ich davon für meine eigene Arbeit mitnehme, habe ich mit 57 Fotos und zwei kurzen Videos ausführlich im Magazin aufgeschrieben.
Die ganze Geschichte im Magazin lesen →